Rebecca Blankenship

Rebecca Blankenship

Regie

Vita

Die Karriere von Rebecca Blankenship umfasst zahlreiche Aspekte theatralischer Ausdrucksformen. Sie stand als Opernsängerin und Darstellerin auf der Bühne, arbeitete als Autorin und Regisseurin für Sprech- und Musiktheater. Zusammen mit dem Regisseur Robert Lepage entwickelte sie mehrere Projekte und spielte darin selbst mit. Als künstlerische Beraterin und Assistentin stand sie Lepage bei dessen Opernproduktionen zur Seite.

Bis Ende der 90-er Jahre verfolgte Rebecca Blankenship eine klassische Gesangskarriere. Ihre Anfänge als Mezzo-Sopran ließ sie bald hinter sich und wechselte zu Dramatischem Sopran. In diesem Stimmfach verschrieb sie sich vor allem den Wagner-Partien (Sieglinde, Elsa, Senta) und Komponisten des frühen 20. Jahrhunderts, wie etwa Schostakowitsch (Lady Macbeth von Mzensk, Lady Macbeth), Berg (Wozzeck, Marie), Schoenberg (Erwartung), Richard Strauss (Ariadne auf Naxos, Ariadne) oder Janáček (Jenůfa, Kostelnička).

Mit Erwartung begann die Zusammenarbeit mit Robert Lepage, im Laufe derer sie unter anderem die Rolle der Sängerin Ada Weber kreierte, die ihr zum zweiten Ich wurde und sie über zwei Stücke hinweg begleitete (The Seven Streams of the River Ota und Lipsynch).  Als Sängerin war sie auf bedeutenden Bühnen der Welt zu erleben, wie der Wiener Staatsoper und Volksoper, der Oper von San Francisco oder dem Fenice in Venedig. Sie sang in Toronto, Tokyo, Hong Kong, Melbourne, Liege, Amsterdam, Genf, Basel, der Brooklyn Musikakademie sowie auf Festivals in Wien, Edinburgh, Bregenz und dem Great Performers Festival New York. Als Sänger-Darstellerin und Co-Autorin gastierte sie mit Robert Lepages Compagnie Ex Machina weltweit bei allen großen Festivals und wirkte auch in seinen Filmen mit.

Als künstlerische Beraterin begleitete sie Lepages Produktion von Wagners Ring an der Metropolitan Opera New York und war ebenda seine Assistentin für The Tempest von Thomas Adès. Die Produktion war 2015 auch an der Wiener Staatsoper zu sehen. Im Sommer 2016 inszenierte sie zusammen mit ihrer Schwester Beverly Blankenship Baruchs Schweigen von Ella Milch-Sheriff für das EntArtOpera Festival in Wien, sowie 2014 die Kinderoper Brundibár von Hans Krása. Diese fand im Rahmen der Gedenkveranstaltung für die Befreiung des Konzentrationslagers Mauthausen im Österreichischen Parlament statt und wurde vom ORF live ausgestrahlt.

Am theaterhagen erarbeitet sie als Co-Regisseurin zusammen mit ihrer Schwester nun Wagners Fliegenden Holländer.


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