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Avenue Q

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In Zusammenarbeit mit

Avenue Q

Musical von Robert Lopez und Jeff Marx

Musik und Songtexte von Robert Lopez und Jeff Marx

Buch von Jeff Whitty

Deutsch von Dominik Flaschka (Dialoge) und Roman Riklin (Songtexte)

Mit den Original-Broadway-Puppen von Rick Lyon (Entwicklung und Design)

Altersempfehlung ab 14 Jahren

Aufführungsdauer: 2 Stunden 30 Minuten
Eine Pause

Beschreibung

Manchmal kann man die Qualität einer Wohnlage am Alphabet ablesen: In New York etwa lebt es sich recht gut auf der Avenue A. Von B über C bis zur Avenue D wird es jedoch immer schmuddeliger. Dann kommt das Ufer des East River, und Manhattan ist zuende. Wäre das nicht so, könnte man sich ausrechnen, wer wohl in den Straßen lebte, die die hinteren Buchstaben des Alphabets tragen, in der Avenue Q zum Beispiel. Die fiktive Adresse liefert zugleich den Schauplatz und den Titel des diesjährigen Musicals im theaterhagen. Sie ist ein Ort für Menschen, die ihre größten Erfolge entweder lange hinter sich haben oder noch brennend – wenn auch im Moment leider vergeblich – darauf hoffen. Da es aber ja nicht immer die besten Eigenschaften sind, die mit Wohlstand belohnt werden, sind die Verlierer in der Avenue Q ein Grüppchen äußerst liebenswerter Charaktere. Sie träumen davon, ein Star zu sein oder auch nur eine erfolgreiche Kindergärtnerin, und vor allem träumen sie von der Liebe. Und die ist in der Avenue Q genauso schön und genauso kompliziert wie anderswo.

Vielleicht ist sie sogar noch ein bisschen komplizierter, denn die Bewohner der Avenue Q sind nur zum Teil Menschen. Überwiegend sind sie Puppen, und deren Ähnlichkeit mit den Stars der Sesamstraße ist keineswegs zufällig. Hier zeigen die Figuren des Kinderfernsehens ihre erwachsenen Seiten – die Spekulationen etwa über die sexuelle Orientierung, die immer wieder um das „Paar“ Ernie und Bert kreisten, werden hier zwischen dem Anlagenberater Rod und seinem Mitbewohner Nick zum Stoff dramatischer Auseinandersetzung. Und als sich der junge Princeton in die Kindergärtnerin in spe Kate verliebt, währt das pure lustvolle Glück nicht lange. Schließlich ist er Hochschulabsolvent und auf der Suche nach dem Lebenssinn und sie „nur“ ein Monster.

So versammeln sich auf der Avenue Q die Außenseiter und Randfiguren unserer Wohlstandsgesellschaft und erleben dort genau die Konflikte, die alle überall angehen. Toleranz gegenüber Homosexuellen ist ebenso ein Thema wie Rassismus; Treue in der Liebe und zu sich selbst ebenso wie das Entdecken einer Gemeinschaft, die allen zugute kommt. So schräg das Leben der Menschen und Puppen auf der Avenue Q auch mitunter sein mag, am Ende ist die Botschaft so einfach wie überzeugend: Wer zusammenhält, ist stärker und glücklicher.

Das preisgekrönte Musical wird in Koproduktion mit der Hochschule Osnabrück aufgeführt.

Rezensionen

Fulminanter Saisonauftakt

»Fulminanter Saisonauftakt fürs Theater Hagen: Das frech-fröhliche Musical „Avenue Q“ riss die begeisterten Premierenbesucher förmlich von den Sitzen. [...] gut zweieinhalb Stunden heiter-hintergründige Unterhaltung wurden in jeder Hinsicht bestens in Szene gesetzt. [...] Den eigentlichen Kunstgriff bilden die Puppen. Sie werden von den ungemein präsenten und einfühlsamen Menschendarstellern zu phantasievollem Leben erweckt.«

Westfalenpost / Westfälische Rundschau

... Vorbildliche Hingabe, Spielfreude und Präzision auf hohem musikalischem und szenischem Niveau

»Was Vielfalt, Experimentierfreudigkeit, qualitative Stabilität und Ensemblegeist angeht, können sich etliche größere Bühnen eine dicke Scheibe vom Theater Hagen abschneiden. [...] Auf dem Programm steht Robert Lopez‘ 2003 uraufgeführter Broadway-Erfolg „Avenue Q“, ein Musical, das mit quirliger Frechheit das eigene Genre locker, drastisch, aber niemals platt aufs Korn nimmt. Und das Theater Hagen entfacht mit vorbildlicher Hingabe, Spielfreude und Präzision auf hohem musikalischem und szenischem Niveau ein Feuerwerk an spitzen Attacken auf „political“ und „ethical correctness“. [...] Zugute kommt der Produktion, dass man wieder mit Studenten und Absolventen der Osnabrücker Musikhochschule kooperiert, die zusätzlichen Schwung in das ohnehin jung besetzte Ensemble bringen.«

Neue Osnabrücker Zeitung

Unterhaltung im besten Sinne

»Die Musik von Robert Lopez bietet flotte, gut gemachte Konfektionsware, die die sechsköpfige „Avenue-Q-Band“ unter Leitung von Steffen Müller-Gabriel versiert zum Klingen bringt. [...] Und das blutjunge Ensemble spielt seine Rollen mit ansteckender Lust aus: Marilyn Bennett, die erfahrenste Darstellerin, als Agnetha, Ensemblemitglied Maria Klier als resolute Japanerin Christmas Eve und nicht minder die vielen Nachwuchskräfte. Stellvertretend zu nennen sind Carolina Walker als einfühlsame, sehr differenziert agierende Kate Monster, Nicolai Schwab als traumtänzerischer Princeton, Tillmann Schnieders als durchsetzungsfähiger Möchtegern-Comedian Brian, Joyce Dietrich als zickiges Party-Girl Lucy oder auch Maciej Bittner als sexsüchtiger Trekkie.«

www.opernnetz.de

Besetzung

Auf einen Blick

Theater- und Konzertkasse:
02331/207-3218