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Die Hochzeit des Figaro

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Die Hochzeit des Figaro

Oper von Wolfgang Amadeus Mozart

Text von Lorenzo Da Ponte

nach Beaumarchais’ Komödie La folle journée ou Le mariage de Figaro

In italienischer Sprache mit deutschen Übertiteln

Aufführungsdauer: 3 Stunden 15 Minuten
Eine Pause

Beschreibung

Figaro, Kammerherr im Dienste bei Graf Almaviva, will heiraten. Er liebt Susanna, Zofe der Gräfin. Doch ehe es zur Hochzeit kommen kann, gilt es für die Brautleute, einige Hindernisse zu überwinden. Der Graf plant offenbar, ein altes Feudalrecht wieder aufleben zu lassen, das er gerade abgeschafft hat: Das ius primae noctis, das Recht des Herrn auf die erste Nacht mit der Braut seines Untergebenen. Figaro und Susanna sind empört – und versichern sich in ihrer Wut auf den Dienstherrn der Unterstützung durch die Gräfin. Die lässt sich ein auf eine komödiantische Intrige, in der die Damen die Kleider tauschen und so schließlich den Grafen der unstatthaften Lüsternheit überführen. Das Libretto geht zurück auf ein Lustspiel des Franzosen Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais. Es lag in deutscher Übersetzung vor, doch Joseph II. ließ Aufführungen des Stücks in Wien verbieten: Zu anstößig waren politische und moralische Spitzen des Textes. Diesen Gegenwartsstoff für eine Oper zu verwenden, war die Idee Mozarts; dass er Lorenzo Da Ponte für das Libretto gewinnen konnte, war ein Glücksgriff. Da Ponte räumte nicht nur die Bedenken des Kaisers aus, sondern erschuf mit seinem klug gestrafften Libretto auch die Grundlage für das, was Mozart an dem Stoff gereizt hatte: ein Werk über erotische Verwicklungen unter widrigen gesellschaftlichen Bedingungen. Unter der spaßigen Oberfläche lässt Mozart keinen Zweifel an der Ernsthaftigkeit der Gefühle der Charaktere. Wo Beaumarchais sie noch mit schlagfertigen Pointen als komödiantische Typen vorstellt, gestaltet Mozart tief fühlende Menschen. Das gilt nicht zuletzt für Cherubino, den Pagen, den man als heimliches Zentrum der erotischen Verwicklungen identifizieren kann, wenn er der Reihe nach und manchmal auch gleichzeitig den Damen der Oper sein Begehren gesteht. Mit dieser Oper gelang es Mozart, die Gattung der opera buffa zu vervollkommnen und zugleich mit seinem unerschöpflichen musikalischen Einfallsreichtum zu sprengen. Ungeheuer differenziert zeichnet er die widerstreitenden Gefühlsbewegungen der Figuren und lässt so die Macht ihrer Liebe zutage treten, die schließlich stärker ist als die Macht des Herrschers.

Rezensionen

Eine federleichte Komödie

»Ein solches Konzept umzusetzen, dazu bedarf es eines ungeheuer spielfreudigen Ensembles. Das findet Wolf (Anm. Redaktion: Regie) in Hagen vor. [...] Die Jungen im Ensemble stehen ihre Kollegen in punkto Spielfreude indes nichts nach. Mit viel Herzblut formen alle ein verzahntes, aufeinander abgestimmtes Agieren, wie es Le Nozze di Figaro braucht. [...] Ein Riesenerfolg für die von Intendant Norbert Hilchenbach seit Jahren gepflegte Ensemblepolitik. [...] Ludwig unterstreicht das quirlige Bühnengeschehen durch hohes Tempo, koordiniert Bühne und Graben auf’s Beste und zeigt sich und all seine Instrumentalisten historisch informiert. Herz, was willst du mehr?«

theaterpur.net

leichtfüßige Komödie

»Ein Ensemble, das mit Herzblut bei der Sache ist und die brillant musizierenden Hagener Philharmoniker machen die Oper zu einem mitreißenden Erlebnis. Nach der Premiere gibt es dafür reichlich Beifall im Stehen.«

Westfalenpost / Westfälische Rundschau

Erotisches im Jugendzimmer

»Euphorie, Geilheit Wehmut, Schadenfreude, Wutanfälle und Glücksgefühle: Dieser Inszenierung ist, wie auch Mozarts Oper, nichts Menschliches fremd.«

www.opernnetz.de

Jede(r) ist verführbar

»Die Spritzigkeit dieses brillanten Ensemblestücks, die drängende Dynamik, die federnde Leichtigkeit, aber auch die plötzlichen Überraschungsmomente – das alles wird sehr präsent. [...] Das Hagener Ensemble spielt viele Tugenden aus: Enormen Spielwitz in jeder Rolle.«

www.omm.de

Mozarts große Oper DIE HOCHZEIT DES FIGARO in meisterlicher Leichtigkeit

»Mit seiner ersten großen Premiere in der Spielzeit 2016/17 ist dem Theater Hagen mit Mozarts DIE HOCHZEIT DES FIGARO (»Le nozze di Figaro«) ein absolut überzeugender Start in die neue Saison gelungen. Mehr noch, die gestrige Premiere wurde zu einem Ausrufezeichen dieses Theaters und seiner beachtlichen künstlerischen Möglichkeiten. [...] Diese Inszenierung lohnt jede Anreise und sollte auf keinem Terminplaner eines Opernfans fehlen. Eine großartige Ensembleleistung auf der Bühne, ein Philharmonisches Orchester Hagen mit echten Mozartqualitäten.«

opernmagazin.de

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