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Ritter Roland

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    Ritter Roland

    Oper von Joseph Haydn

    Heldenkomödie in zwei Akten von Joseph Haydn

    Fassung von Dominik Wilgenbus

    Nach dem Libretto von Nunziato Porta

    In deutscher Sprache mit Übertiteln

    Aufführungsdauer: 2 Stunden 45 Minuten
    Eine Pause

    Mittwoch, 07. März / 19:30 Uhr
    Normalpreis: 14,50 bis 34,70 Euro
    Großes Haus | Theater Hagen
        Elberfelder Straße 65, 58095 Hagen

    Beschreibung

    »Bis heute konnt’ ich Opern im Grunde gar nicht leiden. / Und ausgerechnet Haydn / schreibt so ein schönes Stück! / Das nenn ich aber Glück!«

    »Wenn ich gute Oper hören will, gehe ich nach Esterháza«, sagte schon Kaiserin Maria Theresia, denn auch damals war Haydn mehr als ein Geheimtipp außerhalb der Metropolen. Fürst Esterházy hatte den Musiker und Komponisten auf seine Schlösser im östlichen Teil der Monarchie geholt. Dort entstanden Sinfonien und Kammermusik und vor allem die berühmten Streichquartette. Daneben aber bespielte Haydn mit seinem Musiker- und Sängerensemble das Hoftheater in Esterháza. Zu besonderen Anlässen standen Uraufführungen auf dem Programm, wie etwa anlässlich des Besuchs des russischen Großfürsten Paul und seiner Gemahlin Orlando paladino (Ritter Roland).

    Mit witzigen Einfällen und spritzigen, neuen Texten erzählt Regisseur Dominik Wilgenbus in seiner Fassung der Heldenkomödie die Geschichte von Ritter Roland für Opern-Liebhaber, Opern-Neulinge und immer Neugierige.

    Vom magischen Wald über eine Zaubergrotte bis in die Unterwelt führt der Weg des Ritters Roland, der Angelika bis zum Wahnsinn liebt und nicht wiedergeliebt wird. Denn sie hat nur Augen für Medoro, den sie im höchsten Glück und immer am Rande der Tragik liebt, wie das in der Oper nun einmal so ist.

    Alcina, die geheimnis- wie humorvolle Zauberin, wirbelt zusätzlich die kleine Gesellschaft von sich ständig bekämpfenden Rittern, tragisch Verliebten und chronisch hungrigen Knappen gehörig durcheinander. Doch mit allen Mitteln des (Theater-)Zaubers führt sie auch ein glückliches Ende herbei.

    Das ganze Füllhorn phantastischen Zaubertheaters ergießt sich über den staunenden Zuschauer, noch dazu im Takt von Haydns heiterer, mal dramatischer und immer betörend schöner Musik.

    Eigentlich kein Wunder, dass das Werk eine der meistgespielten Opern des ausgehenden 18. Jahrhunderts war. Umso unbegreiflicher, wie es so lange in Vergessenheit geraten konnte. Diese Liebeserklärung ans Theater, seinen Zauber, seine Magie, verspricht ein »Haydn-Spaß« zu werden.

     

     

    Rezensionen

    Ritter Roland setzt in Hagen keinen Rost an

    »Sieben koloratursichere erstklassige Sänger verlangt der „Ritter Roland“, was möglicherweise ein Grund dafür ist, dass er eher selten aufgeführt wird. Das Theater Hagen ist in der glücklichen Lage, dass gleich drei Ensemblemitglieder das Rüstzeug dafür haben; vier Gäste machen ein wunderbares und herzerfrischend spielfreudiges Team komplett. Die phantastische Cristina Piccardi pflegt als Angelica ihr Liebesleid und ihre Todessehnsucht mit überwältigender Koloratursicherheit und himmelhohen Spitzentönen. Als Schäferin Eurilla hat Dorothea Brandt laut Klischee liebessüchtig zu sein, sie erarbeitet sich ihren Ruf mit entzückend beweglichem Sopran. Wenn Rodomonte alias Bariton Kenneth Mattice wie Conan der Barbar auf die Bühne stiefelt, fällt er zwar gerne über die eigenen Füße, bricht jedoch auch Herzen. Musa Nkuna singt mit feinem lyrischem Tenor den Medoro, der Angelica bis in den Tod begehrt, aber irgendwie keinen Hintern in der Hose hat. Mit dem Knappen Pasquale erfindet Joseph Haydn die Steilvorlage für Mozarts spätere Buffo-Baritone vom Papageno bis zum Leporello, und Giulio Alvise Caselli stützt sich mit Wonne in diese Partie. [...] Die Hagener Philharmoniker (Anm. der Redaktion: Musikalische Leitung, GMD Joseph Trafton) haben auf dem halbhoch gefahrenen Graben ebenso viel Spaß wie das Ensemble auf der Bühne. Diese Freude schlägt unmittelbar Funken ins Publikum.«

    Westfalenpost / Westfälische Rundschau

    Wohl dem, der ans Theater glaubt!

    »Eric Laporte stattet die Titelpartie mit strahlendem Tenor und einem Schuss Selbstironie aus. [...] Cristina Piccardi gestaltet die Partie der Angelica mit sauberen Spitzentönen und leuchtenden Koloraturen. Musa Nkuna überzeugt als ihr Geliebter Medoro mit weichem Tenor, der die Leiden des jungen Mannes unterstreicht. Funkhauser setzt als Alcina nicht nur durch ihr komödiantisches Spiel Akzente, sondern punktet auch mit warmem Mezzosopran. [...] Joseph Trafton zaubert mit dem Philharmonischen Orchester Hagen einen leichten, schwungvollen Haydn-Klang aus dem Graben, der wunderbar auf die Stimmen abgestimmt ist, [...]. So gibt es am Ende für alle Beteiligten großen Jubel, in den sich auch das Regie-Team einreiht. Dominik Wilgenbus gelingt es mit einem spielfreudigen Ensemble, die absolut irrwitzige Handlung der Oper mit großer Komik umzusetzen.«

    www.omm.de

    Manchmal ist Vergessen nicht das Schlechteste

    »Nach vielen Arienapplausen zeigt sich das Publikum im Endergebnis voll und ganz begeistert. Bravo-Rufe und stehende Ovationen für Sänger, Statisten und Leistungsteam nach dem dritten Vorhang zeigen, dass das Theater Hagen hier eine glanzvolle Leistung vollbracht hat, die man sich auch gerne noch ein zweites Mal anschaut; so viel Spaß mach dieser Theaterzauber. Und dass Alcina Ritter Roland die Erinnerung an seine große Liebe Angelica raubt, ist ja auch eine Option, mit der mancher mit Liebeskummer Behaftete ganz gut leben könnte. Manchmal ist Vergessen nicht das Schlechteste.«

    https://o-ton.online

    Besetzung | Mi 07.03.2018 / 19:30 Uhr

    • Musikalische LeitungJoseph Trafton
    • DirigentAndrey Doynikov
    • Inszenierung
    • Bühne
    • KostümeChristiane Luz
    • LichtHans-Joachim Köster
    • DramaturgieCorinna Jarosch
    • Regieassistenz / AbendspielleitungRahel Schwarz
    • InspizienzBettina Grüger

    Auf einen Blick

    Theater- und Konzertkasse:
    02331/207-3218