NEUE LEITUNGSSTRUKTUR FÜR DAS BALLETT HAGEN IN 2021/22

Die durch den Wechsel von Marguerite Donlon von Hagen nach Osnabrück notwendige Nachfolgeregelung für die Ballettdirektion in Hagen sieht eine Spielzeit mit drei verschiedenen Gastchoreograph*innen für Neuproduktionen, eine kontinuierliche künstlerische Beratung durch die Choreographin Gundula Peuthert sowie die Fortsetzung der Arbeit mit der amtierenden Ballettmanagerin Waltraut Körver vor. 

Neben drei eigenständigen Ballettneuproduktionen ist für 2021/22 auch die Fortführung des Formats „SubsTanz / Tänzer*innen choreographieren“ sowie des von Marguerite Donlon gegründeten Partizipationsprojektes „iMove HA“ vorgesehen. Darüberhinaus wird die Compagnie in ausgewählten Produktionen des Musiktheaters zu erleben sein.

In dieser Struktur soll mit dem Ballett Hagen die erfolgreiche Arbeit von Marguerite Donlon fortgesetzt und ausgebaut werden. Durch die Möglichkeit, mit verschiedenen namhaften Choreograph*innen zu arbeiten, wird den Tänzer*innen wie dem Hagener Publikum eine profilierte Vielfalt künstlerischer Handschriften – also Tanz in all seiner aktuellen Bandbreite – erlebbar. Und schließlich kann anhand dieser Erfahrungen dann auch eine langfristige Perspektive mit einer neuen, festen Ballettdirektion gebildet werden.

Die Namen und Produktionstitel der Gastchoreograph*innen in 2021/22 werden im Zusammenhang mit der Vorstellung des Spielplans 2021/22 konkret benannt werden. Unter ihnen sind in jedem Fall Gundula Peuthert, die einen Ballettabend im Herbst kreieren wird, sowie Urs Dietrich, der eine Ballett-Neuproduktion mit Orchester in der zweiten Spielzeithälfte erarbeitet. Eine dritte Produktion mit einem Gastchoreographen ist in Planung.

Intendant Francis Hüsers äußerte sich zufrieden und hoffnungsvoll angesichts dieser Perspektive:

„Unsere Entscheidung für eine Struktur der künstlerischen Vielfalt für das Ballett Hagen, die wir in 2021/22 probieren wollen, geht nicht etwa auf ein unzureichendes Bewerber*innenfeld zurück. Im Gegenteil – wir hatten eher buchstäblich ‚die Qual der Wahl’. Denn uns lagen über 50 qualifizierte Bewerbungen vor, von denen wir sieben nach bestimmten Kriterien (z.B. herausragendes künstlerisches Profil, Erfahrung als Ballettdirektor*in im Betrieb eines Stadttheaters, Perspektive mit dem Ballett Hagen) in die engere Wahl genommen haben. Und von diesen sieben sollen nun drei als Gäste in der nächsten Spielzeit hier arbeiten. Damit ermöglichen wir nach der problematischen Zäsur der künstlerischen Arbeit durch die Corona-Pandemie und dem Weggang von Marguerite Donlon nun einen breit gefächerten Neuanfang für das Ballett Hagen, von dem das Publikum durch einen abwechslungsreichen Spielplan profitiert und der uns zudem Raum für eine fundierte langfristige Richtungsentscheidung lässt. Ich freue mich sehr auf die Zusammenarbeit mit den ausgewählten Künstler*innen und bin sicher, dass wir mit den Ballettneuproduktionen in der kommenden Spielzeit die zu Recht hohen Erwartungen des Hagener Publikums erfüllen werden.“