frei und wild

frei und wild – so wollen wir unsere Fantasie auf die Reise schicken, um Theatererlebnisse voller Humor, Überraschungen und Momente zum Staunen und Sich-Verzaubern-Lassen für unser Publikum zu schaffen. Das Theater ist im besten Fall ein Ort der Reflexion und des Neudenkens – ein Schutzraum für die Freiheit der Gedanken. Diesen Raum wollen wir vor allem unseren jungen Zuschauer*innen öffnen: in zahlreichen Workshops und kreativen Projekten können alle ihre Fantasie schweifen lassen und ihre künstlerischen Fähigkeiten ausprobieren. Unsere neuen Theaterproduktionen beschäftigen sich alle auf unterschiedliche Weise mit den Rechten von Kindern und Jugendlichen. Wir wollen dafür eintreten, dass jeder junge Mensch die Möglichkeit hat, frei und wild aufzuwachsen und sich zu entwickeln und gleichzeitig davor beschützt wird, Freiwild zu werden. Denn trotz UN-Kinderrechtskonvention müssen junge Menschen für ihr Recht auf Zukunft auf die Straßen gehen, wächst die Kinderarmutsrate, gibt es keine gleichen Bildungschancen, sind immer noch zu viele Kinder Gewalt und Missbrauch ausgesetzt und werden nicht befragt, wenn es um Entscheidungen geht, die ihr Leben betreffen. Doch nur, wenn wir alle für das Wohl der Kinder eintreten, kann es der gesamten Gesellschaft gut gehen.

Auf der Grundlage dieser Überlegungen haben wir einen Spielplan zusammengestellt, der laut aufmerksam und sich leise Gedanken macht, der mal anarchisch, mal poetisch und immer verspielt daherkommt. Wir beginnen mit einer Untersuchung des Verhältnisses der Religionen untereinander in Lessings Nathan. Danach betritt ein großer Meister der Fabulierkunst die Lutz Bühne: immer, wenn die Polka für Igor ertönt, erwachen in dem alten Zirkushund die Erinnerungen an seine große Vergangenheit in der Manege. Um die Rechte von jungen Frauen und den Kampf um Gleichberechtigung und gegen Mobbing geht es in Evan Placeys Stück Mädchen wie die. Direkt zu Spielzeitbeginn machen wir uns auf den Weg zu den jungen Hagener*innen und finden heraus, was sie über ihre Rechte wissen und was sie sich für die Zukunft wünschen. Aus den Ergebnissen dieser Recherche wird das Stück Stadt der Kinder entstehen, das in einer Kombination aus Spiel, Tanz, Musik und Film eine Vision für eine wahrhaft kindgerechte Welt ins Lutz bringt. Mit dem ebenso lustigen wie philosophischen Weltentdeckerstück Pinienkerne wachsen nicht in Tüten setzen wir unsere wunderbare Kooperation mit dem Philharmonischen Orchester fort und erzählen mit viel Musik und noch mehr Spaß, wie sich Herr Grand mit dem Denkschuh die Welt erdenkt. Natürlich gibt es auch ein Wiedersehen mit den beliebten Protagonist*innen aus sternenstaub, pardauz, Die Eiskönigin, In 80 Tagen um die Welt und Woyzeck. Mobil sind wir auch wieder unterwegs und reisen mit unseren Produktionen zu allen Orten, an denen Theater gewünscht wird.

Kommt vorbei, werdet Kompliz*innen und lasst uns gemeinsam die Welt neu denken – wir freuen uns auf Euch!!

Herzlich, Anja Schöne