Gast
Die israelische Opernregisseurin Noa Naamat hat in Großbritannien, Europa, Amerika und Asien an einer Vielzahl von Produktionen gearbeitet, die vom Kernrepertoire bis hin zu Uraufführungen reichen. Zu ihren Inszenierungen zählen u. a. Aida (Staatstheater Darmstadt & Finnish National Opera and Ballet), Hans Werner Henzes Phaedra (Royal Opera House, Covent Garden), Die lustigen Weiber von Windsor (Staatsoperette Dresden), The Rape of Lucretia sowie Orfeo ed Euridice (Royal Danish Opera), La Bohème (Mecklenburgisches Staatstheater), Benvenuto Cellini (Royal Opera of Versailles), La Traviata und Un ballo in maschera (Alden Biesen Opera Festival), Le nozze di Figaro (Musiikkitalo Helsinki), Suor Angelica (Copenhagen Opera Festival), Hänsel und Gretel (Theater im Delphi), Faust (Mascarade Opera Firenze), Gianni Schicchi (Netherlands Lyric Opera Festival), A Different Story (Royal Opera House, Covent Garden - Uraufführung) sowie die chinesische Erstaufführung von Porgy and Bess beim Beijing Music Festival in Koproduktion mit der Cape Town Opera.
Noa wurde als jüngste Regisseurin in das renommierte Jette Parker Young Artist Programme am Royal Opera House, Covent Garden aufgenommen. Dort gab sie ihr Hausdebüt mit der Inszenierung der Young Artists Summer Performance auf der Hauptbühne. Vor ihrem Masterstudium in Regie am Royal Conservatoire of Scotland studierte sie Theatre Practice an der Royal Central School of Speech and Drama sowie Italienisch und Operngeschichte an der Accademia Europea di Firenze. Sie war als Directing Apprentice am Lyric Opera Studio Weimar sowie beim Summer Opera Program des Oberlin College in Italien tätig. Ergänzend zu ihrer Operntätigkeit absolvierte sie eine Regie-Residency am Shakespeare’s Globe, wo sie Szenen aus The Merchant of Venice auf der Globe-Bühne inszenierte.
Darüber hinaus arbeitete Noa umfangreich als Regieassistentin und Spielleiterin an internationalen Opernhäusern wie der Wiener Staatsoper, dem Royal Opera House, der Scottish Opera, der Israeli Opera, dem Deutschen Nationaltheater Weimar, dem Maggio Musicale Fiorentino sowie dem Teatro dell’Opera di Roma.
Für ihre Arbeit wurde Noa mehrfach ausgezeichnet. Ihre Inszenierung von Benvenuto Cellini, die in Zusammenarbeit mit Sir John Eliot Gardiner entstand, wurde mit den Oper! Awards in der Kategorie „Best Opera Recording“ ausgezeichnet. Ihre Produktion von Il matrimonio segreto gewann den Opera Production Competition der National Opera Association. Ihre Inszenierung von Henzes Phaedra am Royal Opera House wurde zudem für einen Olivier Award in der Kategorie „Outstanding Achievement in Opera“ nominiert.
Foto: Silke Winkler