Kindheitserinnerungen von Holocaust-Überlebenden
Nach der Graphic Novel von Anna Yamchuk, Mykola Kuschnir, Natalya Herasym und Anna Tarnowezka in einer Bearbeitung von Stefan Fischer-Fels und Robert Gerloff
Für alle ab 14 Jahren
Gastspiel Junges Schauspielhaus Düsseldorf
„Am Düsseldorfer Schauspielhaus adaptiert Robert Gerloff die Graphic Novel "Blindekuh mit dem Tod" über die Kindheitserinnerungen Holocaust-Überlebender aus der Czernowitz. Mit feinen Theater-Mitteln werden bedrückende Lebensgeschichten lebendig gemacht, aber auch die kulturelle Blüte einer zerstörten Welt.“ (Sascha Westphal, Nachtkritik.de)
Erinnerungen von vier jüdischen Kindern aus Czernowitz vor und während des Zweiten Weltkriegs: glückliche Tage, zerbrochene Träume und das Überleben in der Hölle. Einer von ihnen ist Herbert Rubinstein, heute Mitglied der Jüdischen Gemeinde Düsseldorf.
»Blindekuh mit dem Tod« ist keine Erzählung über die Schoah, sondern eine über gestohlene Kindheit. Die Perspektive der Kinder steht im Vordergrund, ihnen erscheint manches als Spiel, was bitterer, lebensbedrohlicher Ernst ist. Wenn wir den Blick aus der Vergangenheit auf die Gegenwart richten, wenn wir an die gestohlene Kindheit von jungen Menschen an vielen Orten der Welt denken, bemerken wir die Aktualität dieser Geschichten. Die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat 2023 die Graphic Novel »Blindekuh mit dem Tod« als Leuchtturmprojekt für die pädagogische Erinnerungsarbeit an Schulen empfohlen.
Im Anschluss an die Vorstellung bieten wir ein Nachgespräch mit Expert*innen an.
Besetzung::
Schauspielerin / Mimi: Natalie Hanslik
Schauspieler / Herbert: Leon Wieferich
Am Klavier: Yaromyr Bozhenko
Regie: Robert Gerloff
Bühne: Maximilian Lindner
Kostüme: Nina Kroschinske
Musik: Yaromyr Bozhenko, Wasyl Barwinskyj, Levko Rewutskyj, Josyf Elgiser
Komposition: Gedichte von Selma Meerbaum: Cornelius Borgolte
Dramaturgie: Stefan Fischer-Fels
Foto: David Baltzer