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Ein Sommernachtstraum

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Teil des Projektes

Ein Sommernachtstraum

Komödie von William Shakespeare

Die Produktion ist Teil des Projektes Jeder Schüler ins Theater Hagen des Theaterfördervereins Hagen e.V. - Schulgruppen können die Produktion kostenlos besuchen - Der Verein sponsert die Eintrittskarten.

Weitere Informationen zum Projekt

Samstag, 28. März / 19:30 Uhr
Normalpreis: 16,50 bis 40,00 Euro
Großes Haus
    Elberfelder Straße 65, 58095 Hagen

Beschreibung

Die Liebe ist aus den Fugen geraten in Shakespeares Ein Sommernachtstraum, denn schon von Beginn an ist die Konstellation im Ungleichgewicht: Hermia und Lysander müssen fliehen, um ihre Liebe leben zu können. Helena liebt Demetrius, Demetrius aber liebt Hermia – zwei unglücklich Liebende. Der Elfenkönig Oberon will Ordnung in das Quartett der Liebenden bringen und manipuliert mit seinem Zauber die Gefühle von Lysander und Demetrius. Doch nicht nur für die verzauberten Männer, sondern auch für die Frauen lösen sich innerhalb kurzer Zeit alle Fixpunkte auf. Für Hermia bricht eine Welt zusammen, als sie den geliebten Lysander verloren glaubt. Und auch Helena, die sich über Demetrius plötzlich entflammte Liebe freuen könnte, kann sich sein Verhalten nur als ein grausames Spiel erklären …
Die Liebe ist Theater und Zauberei, und Theater und Zauberei sind praktische Mittel, um mit der Liebe zu spielen. Der Sommernachtstraum von William Shakespeare, über 400 Jahre alt und doch so aktuell wie nie, bringt das mit spitzem Geist treffend auf den Punkt. Dabei lenkt die effektsichere Verknüpfung von lyrisch-musikalischen und komisch-turbulenten Szenen von der Doppelbödigkeit der Komödie ab, die in Wahrheit eine bis zum Zynismus reichende pessimistische Auffassung von der Liebe vermittelt, denn diese überfällt alle Wesen – sterbliche Menschen wie unsterbliche Götter – als unkontrollierbarer Zwang, der Treueschwüre zu leerer Rhetorik und die Vernunft zur lächerlichen Illusion macht.

Die Eigenproduktion des Theaters Hagen in der Inszenierung von Intendant Francis Hüsers lässt Shakespeares Sommernachtstraum endlich wieder einmal live erleben.

Rezensionen

Reichlich Beifall

"Das Haus ist bei der Premiere randvoll mit jungen Besuchern; die Produktion gehört zum Programm „Jeder Schüler ins Theater“. Es gibt reichlich Beifall. […] Hüsers legt die Handlung axial-symmetrisch um Thesus/Oberon und Zettel an. Als Theseus trägt Ralf Grobel ein Jackett, als Oberon eine Daunenweste, und in beiden Fällen ist er ein omnisexueller Machtneurotiker […]. Theseus‘ Hochzeit mit Hippolyta ist eine feindliche Übernahme, Oberon will Titanias Widerspruch durch Demütigung brechen. Der Wuppertaler Schauspieler kann diese gelangweilte Aggressivität mit furchterregender Beiläufigkeit darstellen. […] Christian Bergmann von der Bremer Shakespeare-Compagnie […] spielt ihn [Zettel] mit so verwunderter Hingabe, dass mitten in all den Machtkämpfen im Namen der Liebe ein Hauch von Gefühl aufschimmert. […] Dann gibt Momente zarter Poesie, etwa wenn sich Helena und Hermia vor dem Mikrophon ihre Kinderfreundschaft erinnern, oder wenn Helen Frank Sinatras „I’m a Fool To Want You“ singt. […] Shakespeare spiegelt die Welt mit dem Theater. In Francis Hüsers‘ „Sommernachtstraum“ spielt das Personal im Namen der Liebe sich selbst und anderen etwas vor. Am Schluss wird daher das reduzierte Raumkonzept gebrochen: durch die Vorhangflut des Illusionstheaters."

Westfalenpost / Westfälische Rundschau

Unterhaltsam präsentiert

"[…] das Versprechen des Regisseurs, den Stoff möglichst unterhaltsam zu präsentieren, kann als erfüllt gelten. Die Gags zünden zuverlässig und regelmäßig. […] Gelungen ist […] das musikalische Konzept von Dan Kurland, der live auf der Bühne Klavier und auch als Darsteller in der Rolle des Squenz mitspielt, mit eingebauten Songs von „When a man loves a woman“ bis „Stand by me“. Neben den vielen Gästen sind auch zwei bekannte Gesichter aus Hagen auf der Bühne zu sehen: zum einen Musical-Tenor Tillmann Schnieders als Schnock, zum anderen die Schauspielerin Kristina Günther als herrlich abgezockter und im Wortsinn springlebendiger Kobold Puck – in einer Szene sogar auf dem Trampolin. Bühnenbildner Swen Scheuerling hat es in ein von vorn unsichtbares Bett eingebaut, dem Dreh- und Angelpunkt der Bühne, das als Live-Video allerdings noch einmal in einer Aufsicht von oben zu sehen ist. Die ungewöhnliche Perspektive hat ihren Reiz und passt gut zu den comichaft überzeichneten Kostümen und Frisuren von Karina Liutaia."

tz

Besetzung | Sa 28.03.2020 / 19:30 Uhr

Auf einen Blick

Theater- und Konzertkasse:
02331/207-3218