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Hoffmanns Erzählungen

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Im Rahmen des Offenbach Jahres 2019

Hoffmanns Erzählungen

Phantastische Oper von Jacques Offenbach

In französischer Sprache mit deutschen Übertexten

Beschreibung

Der Dichter Hoffmann findet sein Publikum unter den Gästen in Luthers Weinstube und erzählt drei Geschichten von Frauen, die er einst liebte: Olympia, ein Wesen zwischen Mensch und Puppe, Antonia, die sich zu Tode singt, und Giulietta, die Hoffmann sein Spiegelbild stiehlt. Dabei vermischen sich Realität und Fiktion – sein Rivale Lindorf schleicht sich in Hoffmanns Phantasien und nimmt in jeder Episode die Rolle des Bösewichts ein. Und sind nicht auch die Frauen, von denen er erzählt, Variationen von Stella, seiner derzeitigen Geliebten?

In Hoffmanns Erzählungen setzte Jacques Offenbach dem romantischen Dichter E.T.A. Hoffmann ein Denkmal: Als Material benutzte sein Librettist drei phantastische Erzählungen aus Hoffmanns Werk, bei denen Surreales, Groteskes und Unheimliches aufeinandertreffen. Die Figur des Künstlers steht im Mittelpunkt dieser Oper: Wie bedingen sich privates Leid und Erfolg in der Kunst? Unter welchen Voraussetzungen kann Kunst gelingen? Es scheint, dass dem Dichter Hoffmann ein bürgerliches Leben und Glück in der Liebe verwehrt sind ... Offenbachs letzte Oper blieb unvollendet, da er 1880 während des Arbeitsprozesses verstarb.

Rezensionen

Publikum feiert Offenbachs Oper Hoffmanns Erzählungen

„Das begeisterte Publikum [feiert] im Theater Hagen eine musikalisch sehr befriedigende Inszenierung von Jacques Offenbachs Hoffmanns Erzählungen […] Das Orchester [eröffnet] mit zwei knackigen und präzisen Akkordschlägen die Handlung und das Publikum merkt schnell, dass jetzt gerade etwas Großes passiert. Denn Generalmusikdirektor Joseph Trafton zaubert mit viel Freude alles an Charakterfarben aus dem Graben, was die Partitur zwischen der Ballade von Klein-Zack und der Barcarole zu bieten hat. Das Unheimliche, Abgründige, aber auch das Groteske und Sehnsuchtsvolle liegen in diesem Dirigat ganz nah beieinander. […] In diesem musikalischen Umfeld können die Sänger zur Bestform auflaufen, allen voran Thomas Paul in der Titelpartie, der sich mit schön timbriertem Tenor und guter Kondition geradezu leidenschaftlich in den Kraftakt zwischen lyrischen Liebesschwüren und auftrumpfenden Phantastereien stürzt.“

Westfalenpost /Westfälische Rundschau

Spannende Zeitreise, wunderbare Musik

„Wieder eine erfolgreiche Premiere in Hagen: Offenbachs Hoffmanns Erzählungen. Am Schluss gab es minutenlangen Beifall. […] Die musikalische Umsetzung war aus einem Guss. Was die Sängerinnen und Sänger angeht, hatten die Hagener gut ausgesucht und präsentierten eine gelungene Mischung aus Gästen und eigenen Kräften für die vielen Rollen. Thomas Paul in der Hauptrolle gestaltete seinen Part mit großem Engagement und kraftvollen Spitzentönen, ohne Ermüdungserscheinungen in der langen und anstrengenden Partie. Die Rollen seiner drei Geliebten wurden nicht wie sonst oft von einer Sängerin gestaltet, sondern diesmal von dreien, mit unterschiedlichen, sehr charakteristischen Stimmen. […] Die hörbare Spielfreude des gesamten Teams sprang vom ersten Takt an ins Publikum über. Auch Intendant und Regisseur Francis Hüsers hat sich einiges einfallen lassen. Nicht die Perspektive Hoffmanns steht im Mittelpunkt, sondern die seiner drei Geliebten, die ihn in einem Setting von 1907 (Gründerzeit der Psychoanalyse und Erscheinungsjahr von Thomas Manns „Zauberberg“), aber als heutige Frauen, verführen sollen und dabei unterschiedliche Erfahrungen machen. Was Realität ist und was Vision, schwankt ständig. [..] Dieses Spiel [der Frauen] zu verfolgen, und das in Zusammenhang mit der wunderbaren und wunderbar gespielten Musik, ist spannend und lohnend. […] Spannende Zeitreise, wunderbare Musik!“

www.deianira.de

Wirkungsvolle Atmosphäre

"Hüsers Inszenierung funktioniert auch als konventionelle, handwerklich solide Regiearbeit, der die gelungene nostalgische Ausstattung (Kostüme: Katharina Weissenborn, Bühne: Alfred Peter) eine dichte, wirkungsvolle Atmosphäre verleiht. Diese Produktion passt wunderbar in die Weihnachtszeit. Ganz nebenbei ist sie auch musikalisch eine Freude. […] Das Orchester ist in Hochform, der groß besetzte Chor (Leitung: Wolfgang Müller-Salow) klingt ausgezeichnet und bei den Solisten hat Hagen eine ausgezeichnete Mischung aus Gästen und Ensemblemitgliedern gefunden."

tz

Hagen in der ersten Reihe deutscher Bühnen

„Am Hagener Theater [wurde] so hervorragend gesungen und musiziert, wie man das sonst nur an den ersten Adressen der Metropolen oder in Hauptstädten zu hören bekommt. Kostüme und Bühne standen dieser Exzellenz in keiner Weise nach. Das Theater Hagen wurde 2019 als beste Bühne abseits großer Zentren ausgezeichnet. Dieser »Hoffmann« bestätigt diese Würdigung nicht nur, sondern stellt Hagen in die erste Reihe der deutschen Bühnen.“

Gerhart Wiesend

Besetzung

Auf einen Blick

Theater- und Konzertkasse:
02331/207-3218