Salome

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Salome

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    Salome

    Oper von Richard Strauss

    Oper nach Salomé von Oscar Wilde

    In deutscher Sprache mit Übertexten

    Beschreibung

    „Wie schön ist die Prinzessin Salome, heute Nacht!“ – nämlich: schön, jung, verführerisch und lüstern todbringend! Oscar Wilde hat mit seiner 1891 in Paris auf Französisch geschriebenen Tragödie über die Prinzessin Salome, die sich aus pubertärer Übermut-Lust „in einer Silberschüssel“ den abgeschlagenen Kopf Johannes des Täufers als Belohnung für einen Tanz bringen lässt, eine typische Männerphantasie der Décadence geschaffen: Femme fatale und Femme fragile in einem, unschuldige Kindfrau und mordlüsternes Monster.

    Vier Jahre nach der Entstehung seines Salome-Dramas wurde Wilde wegen homosexueller Praktiken zur Höchststrafe von zwei Jahren Zuchthaus verurteilt. Davon erholte er sich nicht: Im Jahre 1900 starb er, drei Jahre nach seiner Entlassung. Richard Strauss, der Wildes Drama 1905 in Dresden als Oper zur Uraufführung brachte, konnte sich von den Tantiemen der erfolgreichen Komposition eine großbürgerliche Villa in Garmisch bauen lassen. Die schillernde Klangwelt, die Strauss in Salome schuf, symbolistisch, erotisch, klangmalerisch, überwältigend, passt allerdings bestens zum innersten Thema des Stoffes, nämlich der Frage nach der Berechtigung normüberschreitenden Verhaltens im Sexuellen. Die dunkel klingenden Worte, mit denen Salome am Ende das blutige Haupt des Propheten bespricht, meinen nichts anderes: „Ich weiß es wohl, du hättest mich geliebt. Und das Geheimnis der Liebe ist größer als das Geheimnis des Todes.“

    Besetzung

    Auf einen Blick

    Theater- und Konzertkasse:
    02331/207-3218