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    Weichen stellen

    80 Jahre Pogromnacht – zum Gedenken 2018

    Ein Theaterstück, entwickelt vom Projektclub des Theaters Hagen unter der Leitung von Theaterpädagogin Miriam Walter.

    Gesang: Hagay Feldheim
    Piano: Rimma Gotlib & Alla Margolin
    Leitung: Miriam Walter

    Donnerstag, 15. November / 18:30 Uhr
    Jüdische Kultusgemeinde Hagen
    Eintritt frei

    Beschreibung

    Am 9. November jährt sich zum 80. Mal einer der unrühmlichsten Tage der deutschen Geschichte. Mit der Pogromnacht begann die systematische Ausgrenzung, Verfolgung und letztendlich Vernichtung unser jüdischen Mitbürgerinnen und Mitbürger. Es ist in Hagen wie in vielen anderen Städten gelebte Verantwortung, an diese schicksalhafte Nacht jedes Jahr mit einer Gedenkveranstaltung zu erinnern. Mit diesem Stück wurde eine neue Form der Erinnerungs- und Gedenkkultur entwickelt, die insbesondere auch junge Menschen anspricht und mit einbindet. Wie wichtig eine derartige lebendige Erinnerungskultur ist, haben nicht nur die vergangenen Wochen, Stichwort Chemnitz, gezeigt. Die Verharmlosung von im Nationalsozialismus durchgeführten Verbrechen, die Ausgrenzung von Andersdenkenden und Andersaussehenden und eine schleichende Radikalisierung unserer Gesellschaft erleben gerade leider eine unheimliche Renaissance.

    Um den 80. Gedenktag zur Pogromnacht am 9. November 1938 auch und gerade für Jugendliche und junge Menschen erlebbarer werden zu lassen, haben sich verschiedene Institutionen – im Einzelnen die Jüdische Gemeinde Hagen, der Jugendring Hagen, der Geschichtsverein Hagen, die Künstlervereinigung Kooperative K, das Theater Hagen, das Rahel van Hagen-Kolleg und die Stadtkanzlei der Stadt Hagen – zusammengeschlossen. „Weichen Stellen“ ist einer der Beiträge des Theaters Hagen.

    Bei diesem von den Jugendlichen selbst entwickelten Stück geht es um die Schicksale von Kindern, die während der Judenverfolgung im Dritten Reich mit den sogenannten Kindertransporten ins Ausland transportiert wurden und somit dem sicheren Tod entgehen konnten. Der Jugendclub des Theaters Hagen hat sich in seiner theatralen Auseinandersetzung auf geschichtliche Pfade begeben und begegnete dabei mutigen Menschen, die ihr Leben aufs Spiel setzten, um ihnen Unbekannte zu retten. Die Geretteten waren damals Kinder und Jugendliche - teils im selben Alter wie die Spielenden es heute sind. Was bewegte die Retter und warum halfen sie?

    Man kann Weichen stellen und etwas verändern, (falsch) abbiegen oder sich stellen, man kann den Lauf der Dinge lenken, etwas beeinflussen, eingreifen, oder einfach nur mitfahren. Entstanden ist ein Zugstück, in dem die Sicht der Kinder und Helfer beleuchtet wird.

    Auf einen Blick

    Theater- und Konzertkasse:
    02331/207-3218