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Zettels Traum

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    Zettels Traum

    Ein barock-zeitgenössisch-jazziges Musiktheater-Experiment

    Ein barock-zeitgenössisch-jazziges Musiktheater-Experiment inspiriert durch Zettels Traum von Arno Schmidt und Texten von Edgar Allan Poe
    mit Musik von Thomas Tallis, John Dowland, Benjamin Britten, Louis Andriessen, Michel van der Aa, Clara Iannotta und Pat Metheny

    Beschreibung

    Von niemandem (wirklich) gelesen, erntet Zettels Traum von Arno Schmidt doch immer wieder Bewunderung in Deutschland, denn seit seinem Erscheinen im Faksimile-Druck des Manuskripts 1970 gilt es als „Gipfel aller literarischen Esoterik und Hermetik“. Dabei ist eigentlich nur die spießige deutsche Provinz der späten 1960er Jahre porträtiert: Paul und Wilma Jacobi sind mit der 16-jährigen Tochter Franziska zu Besuch beim Freund der Familie. Daniel Pagenstecher, der sich – englischer Philologe wie Paul selbst – auf den amerikanischen Dichter und Gruselgeschichten-Fabulierer Edgar Allan Poe spezialisiert hat. Man isst, geht spazieren, philosophiert und pseudo-wettstreitet um die beste Ausdeutung von Leben und Werk Poes. Und eine erotische Verführung Daniels durch Franziska zwischen den Einmachgläsern wird gerade noch vermieden, so dass sexuelle Höhepunkte nur in wahnwitzigen Traumphantasien aller vier Platz finden.

    Schmidts Zettels Traum-Konstellation bietet nun den Rahmen für eine musiktheatralische Inszenierung von Motiven aus Werken von Edgar Allan Poe, so beispielsweise Das verräterische Herz, Grube und Pendel und auch der berühmte Rabe.

    Wie schon bei der ersten Produktion dieser Reihe, Ovids Geschichten in 2021, wird auch bei Zettels Traum die von Mitgliedern des Philharmonischen Orchesters Hagen und Gästen dargebotene Musik eine Zeit- und Genrereise darstellen vom Liedschaffen John Dowlands über den Jazz des späten 20. bis zur zeitgenössischen Musik des 21. Jahrhunderts.

    Besetzung

    Auf einen Blick

    Theater- und Konzertkasse:
    02331/207-3218