Mit großer Bestürzung hat das Theater Hagen die Nachricht vom plötzlichen Tod von Werner Hahn aufgenommen.

Der vielseitige und überaus beliebte Künstler gehörte seit 1982 als Gesangssolist zum festen Ensemble des Theaters Hagen und begeisterte das Publikum in mehr als 200 Rollen im Opern-, Operetten-, Musical- und Schauspielbereich, darunter u.a. unvergesslich als Papageno in „Die Zauberflöte“. In bester Erinnerung bleibt er auch als Autor und Regisseur des Märchens zur Weihnachtszeit sowie als Kreator und Moderator des populären Bühnenballs.

Doch diese Aufgaben erfüllten den stets neugierigen, kreativen und über eine enorme Energie verfügenden Werner Hahn nicht ausreichend. Er wollte Theater auch jungen Menschen näher bringen und gründete 2000 am Theater Hagen das Kinder- und Jugendtheater Lutz, welches drei Jahre später seine eigene Spielstätte erhielt und das er bis zum Sommer 2017 leitete. Dort, wie auch an verschiedenen Orten in der Stadt, initiierte und realisierte er unermüdlich, ideenreich und mit großer Leidenschaft zahlreiche Produktionen und Projekte – für das junge Publikum, aber auch für Jugendliche, die auf der Bühne als Akteure auftreten konnten. Dabei nahm er nicht nur Kontakt mit Schulen auf, sondern wandte sich auch an Menschen aus Behinderten- und Flüchtlingsheimen, aus Drogenkliniken und Gefängnissen, an Menschen mit verschiedenen sozialen Hintergründen, mit denen er sich intensiv beschäftigte, sie aus ihrem Umfeld herausholte, ihnen die facettenreiche Theaterwelt vermittelte und Stücke mit ihnen erarbeitete.

Das Wirken von Werner Hahn und sein Programm im Lutz und außerhalb erregten nicht nur regionales Aufsehen, sondern erfuhren auch eine überregionale Anerkennung, was u.a. mehrere Preise und Auszeichnungen belegen.

Das Theater Hagen trauert um Werner Hahn und ist in Gedanken bei den Angehörigen.