Gast
Vera Nemirova wurde in Bulgarien geboren und lebt seit 1982 in Deutschland. Sie studierte Musiktheaterregie an der Hochschule für Musik Hanns Eisler in Berlin, assistierte Ruth Berghaus und war Meisterschülerin von Peter Konwitschny. Seit ihrem Debüt an der Semperoper Dresden in den 1990er Jahren arbeitet sie als Regisseurin an den führenden Opernhäusern und Festspielen in ganz Europa.
Zu ihren wichtigsten Arbeiten zählt Wagners Ring des Nibelungen an der Oper Frankfurt (2010–2013), wo sie 2007 auch Tannhäuser inszenierte. An der Deutschen Oper Berlin entstanden Inszenierungen von Giacomo Meyerbeers Vasco da Gama und Giacomo Puccinis La fanciulla del West, an der Wiener Staatsoper Tschaikowskis Pique Dame und Verdis Macbeth sowie am Theater Basel Inszenierungen von Peter Ruzickas Hölderlin, Un ballo in maschera und Lohengrin. Weitere Arbeiten waren u.a. Euryanthe, Otello und Don Carlo an der Semperoper Dresden, die Uraufführung von Hèctor Parras Das geopferte Leben am Theater Freiburg, Lulu bei den Salzburger Festspielen, Le nozze di Figaro an der Lettischen Nationaloper Riga, Otello beim George Enescu Festival Bukarest, L‘elisir d’amore an der Nationaloper Sofia, Fidelio am Nationaltheater Prag, Don Giovanni am Staatstheater Nürnberg sowie Tannhäuser am Badischen Staatstheater Karlsruhe. An der Korea National Opera übernahm sie die Regie für Gioachino Rossinis Guillaume Tell.
Vera Nemirova ist Gastprofessorin an der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin und Gastdozentin der Wiener Universität.
Foto: Alexander Bogdan Thompson