Gatien Leray ist ein Bratschist von bemerkenswerter Sensibilität und verfügt über die natürliche Gabe, eine emotionale Verbindung zu seinem Publikum herzustellen.
Er widmet sich mit Leidenschaft sowohl dem Solorepertoire als auch der Kammermusik und hat seine Erfahrung durch die Zusammenarbeit mit Tabea Zimmermann, Lawrence Power, Nobuko Imai, Alexander Gordon und Hartmut Rohde sowie durch die Teilnahme an Akademien wie Villecroze, Chigiana und Stauffer bereichert. Im Jahr 2025 wurde er für das renommierte Solistenprogramm der Verbier Academy in der Schweiz ausgewählt, wo er seine Kunst unter Máté Szűcs, Isabel Charisius und Antoine Tamestit weiter verfeinerte.
Er wurde zu Festivals wie Un Été en France, den Sommets Musicaux de Gstaad, dem Festival International de Colmar, den Rencontres Musicales d’Évian, dem Gstaad Menuhin Festival, dem Festival Pablo Casals, Incontri in Terra di Siena und dem Festival de Pâques eingeladen. Er stand gemeinsam mit renommierten Musikern wie Gautier Capuçon, Renaud Capuçon, Clemens Hagen und Daishin Kashimoto auf der Bühne, unter anderem in der Victoria Hall in Genf, der Rosey Concert Hall in Rolle, La Grange au Lac in Évian und der Abtei Saint-Michel de Cuxa in Codalet.
Gatien begann im Alter von sieben Jahren in Frankreich am Konservatorium von Thionville mit dem Viola-Unterricht. Mit siebzehn Jahren, nach dem Abitur im Fach Wirtschaft und Sozialwissenschaften, trat er in die Klasse von Miguel da Silva an der Haute École de Musique de Genève ein, wo er 2022 seinen Bachelor of Arts erwarb. Anschließend wechselte er an die Internationale Menuhin-Musikakademie in Rolle und setzte seine Ausbildung an beiden Einrichtungen fort. Zwei Jahre lang studierte er bei Gérard Caussé und Ivan Vukčević und trat mit den Menuhin Soloists in der Schweiz und in Italien auf. Im Jahr 2024 erwarb er an der HEM einen Master-Abschluss in Spezialisierter Musikdarbietung (Solist) und erhielt für jedes seiner drei Master-Abschlusskonzerte die höchstmögliche Note sowie den Sonderpreis Albert Lullin. In der Überzeugung, dass eine professionelle Karriere als Solist und Kammermusiker auch die Vermittlung und den Unterricht von Musik beinhalten muss, absolvierte er einen zweiten Master-Abschluss in Musikpädagogik an der HEM.
Gatien besitzt das Diplôme d’Artiste Interprète des Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris, auf das er sich bei Françoise Gnéri und Jean Sulem vorbereitete.
Als Zweitplatzierter des Internationalen Wettbewerbs der Tonetti-Stiftung wurde er von der Hirschmann-Stiftung und dem Rahn Kulturfonds in der Schweiz gefördert. Er ist Halbfinalist des Internationalen Oskar-Nedbal-Bratschenwettbewerbs in Prag und Viertelfinalist der Geneva Competition.
Gatien ist Preisträger der Gautier-Capuçon-Stiftung und der Safran-Stiftung. Er spielt eine Bratsche von Virginie Pezet Berton (2017) und einen Bogen von Georges Tepho (2021).
Seit September 2025 verfeinert er sein künstlerisches Können als Artist in Residence an der Queen Elisabeth Music Chapel unter der Leitung von Miguel da Silva.
Foto: Frédéric-Garcia