Der bedeutende zeitgenössische Komponist Detlev Glanert ist in dieser Spielzeit Composer in Residence des Philharmonischen Orchesters Hagen. Und so eröffnet seine in der Tradition Haydns stehende Sinfonia auch die neue Konzertsaison. Erstmals erklang sie im Dezember 2025 in der Elbphilharmonie. In Hagen erlebt nun die neue Fassung mit zusätzlichem Menuettsatz ihre Uraufführung.
Wolfgang Amadeus Mozarts 1788 entstandene Jupitersinfonie sollte sein letztes Wort in dieser Gattung sein – und was für eins! Hier scheinen sich die Lehren aus den etwa sechzig vorangegangenen Sinfonien, aber auch aus den späten Streichquartetten, zu einem sinfonischen Opus summum zusammenzufinden, das längst den kanonischen Olymp erklommen hat. Und tatsächlich mag man allenthalben die flirrenden Blitze des Göttervaters ausmachen, bevor das mitreißende Fugato-Finale alle Sorgen vergessen lässt.
Gemeinsam bilden Mozart und Glanert den (neo)klassischen Rahmen für das Werk eines weiteren Zeitgenossen: Der argentinische Bandoneonist und Komponist JP Jofre stellt in dieser Uraufführung sein vom Tango beeinflusstes Bandoneonkonzert Tangofonus erstmals der Öffentlichkeit vor.