Für die Gedenkwoche hat dieser Abend eine besondere Tiefe: Christopher Buchholz ist der Sohn der Filmlegende Horst Buchholz und der französischen Schauspielerin Myriam Bru. Seine Mutter ist Jüdin, ihr Vater wurde in Auschwitz-Birkenau ermordet. Die Erinnerung an die Shoah ist für ihn damit auch Teil der eigenen Familiengeschichte.
Geboren in Los Angeles und aufgewachsen in den USA, England und Frankreich, drehte Christopher Buchholz unter anderem mit Michelangelo Antonioni, Volker Schlöndorff und Claire Denis. In Deutschland wurde er durch die Fernsehserie „Das Erbe der Guldenburgs“ bekannt, 1991 stand er gemeinsam mit seinem Vater in „I Hate Hamlet“ am Vienna English Theatre auf der Bühne. 2005 entstand mit seiner Frau, der Dokumentaristin Sandra Hacker, der sehr persönliche Film „Horst Buchholz … mein Papa“. Von 2010 bis 2023 leitete er die Französischen Filmtage Tübingen/Stuttgart. Frankreich ehrte ihn 2013 als Chevalier und im November 2025 als Officier de l’ordre des arts et des lettres.