Ein absurder Erbschaftsstreit, ein Jahrhunderte altes Geheimnis und die Suche nach einem mysteriösen Dokument – Leoš Janáčeks Oper Die Sache Makropulos ist nicht nur eine geistreiche Komödie, sondern auch eine Reflektion über Endlichkeit und den Sinn der Sterblichkeit.
Seit Jahren sind die Familien Prus und Gregor in einen nicht enden wollenden Erbschaftsprozess verwickelt. Da taucht die Opernsängerin Emilia Marty auf und mischt mit ihrem überraschenden Wissen über Familiendetails das Verfahren neu auf. Ihr Hauptinteresse gilt aber einem bedeutenden Schriftstück, das mit dem 300 Jahre zurückliegenden Fall der Familie Makropulos in Verbindung steht. Im Laufe der Nachforschungen kommen geheime Liebschaften und zweifelhafte Verwandtschaftsverhältnisse zum Vorschein – und immer wieder sind Frauen mit den Initialen E. M. darin verwickelt. Ist Emilia Marty gar nicht die, die sie vorgibt zu sein? Und warum hat sie geheimes Wissen über Vorfälle, die hunderte Jahre in der Vergangenheit liegen?
Die Sache Makropulos gilt mit seiner Verbindung aus Komik und Fantasy als eines der einzigartigsten Stücke aus der Feder Janáčeks. Roman Hovenbitzer, der schon vielfach gefeierte Inszenierungen am Theater Hagen schuf und sich hier als Spezialist für modernes und zeitgenössisches Musiktheater etablieren konnte, übernimmt die Regie dieses Klassikers des frühen 20. Jahrhunderts.