Schauspiel von August Strindberg
Schauspiel
Eine Produktion des Renaissance-Theater Berlin / EURO-STUDIO Landgraf
ab 14 Jahre
Inszenierung: Torsten Fischer
Fassung: Torsten Fischer, Herbert Schäfer, Judith Rosmair
Bühne und Kostüme: Herbert Schäfer, Vasilis Triantafillopoulos
Mit
Judith Rosmair und Dominique Horwitz
Fräulein Julie, Tochter eines Grafen und Gutshofbesitzers, ist zwar privilegiert, würde aber am liebsten das enge Gefängnis der Standesgrenzen sprengen. Diener Jean träumt dagegen von sozialem Aufstieg und Prestige. Beide vereint die unbefriedigte Sehnsucht nach Freiheit, Liebe und das verzweifelte Streben nach Individualität. In der erregenden Atmosphäre der Mittsommernacht lassen sie sich auf ein gefährliches Liebesspiel ein, das zwischen Begehren und Abweisung, Macht und Ohnmacht oszilliert. Julie und Jean suchen die Flucht nach außen, verirren sich aber im Inneren ihrer Gefühle und Wünsche.
Strindbergs 1888 entstandenes und damals als Skandal empfundenes Stück über den Kampf zwischen Mann und Frau, der zum Kampf mit sich selbst führt, zählt mittlerweile nicht nur zu den meistgespielten Werken des schwedischen Schriftstellers, sondern auch zu den Klassikern der modernen Beziehungsdramatik überhaupt.
Nach den zwei ungewöhnlichen Fischer / Horwitz-Theaterabenden Ich mach ja doch was ich will und ROT über den Maler Mark Rothko (ausgezeichnet mit dem 2. INTHEGA-Preis 2014) ist auch von Fräulein Julie wieder eine nuancenreiche Figurenzeichnung und eine Dialogregie mit genauem Gespür für Zwischentöne zu erwarten.