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(Ge-)Denkwoche

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    (Ge-)Denkwoche

    Aus dem Dunkeln ein Licht – מאפלה לאוֹר

    Eine Woche der Erinnerungen und neuen Perspektiven
    Vom 03. bis 09.11.2026

    Eine Übersicht der Termine für die (Ge-)Denkwoche finden Sie hier.

    Dienstag, 03. November / 10:00 Uhr
    Theater Hagen
        Elberfelder Straße 65, 58095 Hagen

    Beschreibung

    Ausgangspunkt

    Der 9. November markiert mit den Novemberpogromen von 1938 einen zentralen Einschnitt in der deutschen Geschichte. Das Theater Hagen möchte diesen Jahrestag zum Anlass nehmen, eine einwöchige künstlerische Reihe zu gestalten, die Erinnerung mit der Gegenwart verbindet.

    Gerade in Zeiten zunehmender gesellschaftlicher Spannungen erwächst aus unserer Vielfalt eine kraftvolle Empathie, die den Nährboden für Extremismus, Antisemitismus und Spaltung austrocknen kann. Das Theater versteht sich dabei als lebendiger Ort des Dialogs und der historischen Verantwortung: Hier verwandeln wir emotionale Begegnungen in demokratische Kultur und stärken die Zuversicht, dass eine solidarische Stadtgesellschaft jede Form von Ausgrenzung erfolgreich überwinden wird.

    Die Gedenkwoche bringt unterschiedliche künstlerische Perspektiven zusammen – Literatur, Musik, Tanz, Film und Gespräch – und richtet sich bewusst an ein breites Publikum der Stadtgesellschaft.

     

    Dramaturgische Idee

    Die Woche entwickelt sich vom persönlichen Erzählen über künstlerische Zeugnisse der Verfolgung hin zur Reflexion über Erinnerungskultur heute.

    Biografische Geschichten, Musik aus dem Umfeld von Theresienstadt, Lieder und Erinnerungen von Überlebenden, Tanz sowie filmische Zeugnisse führen zu einem zentralen Gespräch über die Rolle von Kunst und Film im Erinnern.

    Besonderer Abend

    Ein ganz besonderer Abend der Gedenkwoche ist am 08. November 2026 die Vorführung des Films „Block 10“ im CineStar Hagen. Der Film feiert erst wenige Tage zuvor seinen Kinostart und wird damit bereits kurz danach in Hagen zu sehen sein.

    Im Anschluss an die Filmvorführung ist ein moderiertes Podiumsgespräch mit der Produzentin Alice Brauner, Regisseur Marcus O. Rosenmüller sowie weiteren Gästen geplant. Gemeinsam mit dem Publikum soll über die Entstehung des Films, die historischen Hintergründe und die Verantwortung von Kunst und Film in der heutigen Erinnerungskultur gesprochen werden.

    Die Veranstaltung ist eine Kooperation des Theater Hagen mit dem CineStar Hagen und versteht sich als wichtiger Beitrag zur städtischen Erinnerungskultur. Die musikalische Umrahmung übernehmen Künstlerinnen und Künstler des Theater Hagen.

    Der Film erzählt die Geschichte von Block 10 im Konzentrationslager Auschwitz, in dem SS-Ärzte ab 1943 grausame Experimente zur Zwangssterilisierung an jüdischen Frauen durchführten. Im Zentrum steht der jüdische Häftlingsarzt Dr. Maximilian Samuel, der von den Nationalsozialisten gezwungen wird, an den Experimenten mitzuwirken – andernfalls droht die Ermordung seiner Tochter. Der Film zeigt das moralische Dilemma der Beteiligten und erinnert an die Schicksale der betroffenen Frauen.

    Regie: Marcus O. Rosenmüller
    Drehbuch / Produktion: Alice Brauner
    Mit: Christian Berkel, Johannes Zirner, Axel Prahl, Moritz Führmann, Bibiana Beglau

    9. November
    Teil der Gedenkwoche ist bewusst auch der 9. November – der eigentliche Gedenktag der Novemberpogrome. An diesem Tag wird das Theater Hagen jedoch keine eigene Veranstaltung durchführen. Das ist eine bewusste Entscheidung.

    Das Theater versteht sich an diesem Tag nicht als Veranstalter im Mittelpunkt, sondern als Teil der Stadtgesellschaft. Deshalb beteiligen sich Mitarbeitende und Künstlerinnen und Künstler des Theater Hagen an den zentralen Gedenkveranstaltungen der Stadt Hagen und der Jüdischen Gemeinde Hagen und setzen gemeinsam mit ihnen ein Zeichen des Erinnerns. Die zentrale Gedenkveranstaltung der Stadt und der Jüdischen Gemeinde bildet den würdigen Mittelpunkt des Gedenktages, an dem sich seit vielen Jahren zahlreiche Hagener Institutionen, Schulen und Vereine beteiligen.

    Mit seiner Gedenkwoche möchte das Theater Hagen diese zentrale Erinnerung nicht ergänzen oder ersetzen, sondern ihr einen kulturellen Rahmen geben. Kunst kann Räume des Nachdenkens öffnen, Geschichten erzählen und Emotionen wecken – das eigentliche Gedenken am 9. November aber gehört der Stadt, der Jüdischen Gemeinde und allen Menschen, die gemeinsam Verantwortung für das Erinnern übernehmen.

    Gerade darin liegt für das Theater Hagen ein wichtiges Zeichen: Erinnerungskultur gelingt nicht im Wettbewerb um Aufmerksamkeit, sondern im respektvollen Miteinander.

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    Auf einen Blick

    Theater- und Konzertkasse:
    02331/207-3218