Der 9. November markiert mit den Novemberpogromen von 1938 einen zentralen Einschnitt in der deutschen Geschichte. Das Theater Hagen möchte diesen Jahrestag zum Anlass nehmen, eine einwöchige künstlerische Reihe zu gestalten, die Erinnerung mit der Gegenwart verbindet. Gerade in einer Zeit zunehmender gesellschaftlicher Spannungen, eines erstarkenden Rechtsextremismus, Antisemitismus und wachsender Herausforderungen im Zusammenleben einer vielfältigen Stadtgesellschaft versteht sich das Theater als Ort des Dialogs, der historischen Verantwortung und der demokratischen Kultur.
Die (Ge-)Denkwoche bringt unterschiedliche künstlerische Ausdrucks- und Präsentationsformen zusammen – Literatur, Musik, Tanz, Film und Gespräch – und richtet sich bewusst an ein breites Publikum. Am 9. November bietet das Theater Hagen keine eigene Veranstaltung an. Es beteiligt sich an den zentralen Gedenkveranstaltungen der Stadt Hagen und der Jüdischen Gemeinde Hagen und setzt gemeinsam mit ihnen ein Zeichen des Erinnerns.