Das schlaue Füchslein

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Das schlaue Füchslein

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Das schlaue Füchslein

Oper von Leoš Janáček

OPER IN DREI AKTEN VON LEOŠ JANÁČEK

NACH DER ERZÄHLUNG LIŠKA BYSTROUŠKA

VON RUDOLF TĚNOHLĺDEK

IN DEUTSCHER SPRACHE

Samstag, 24. März / 19:30 Uhr
Normalpreis: 16,00 bis 38,50 Euro
Großes Haus | theaterhagen
    Elberfelder Straße 65, 58095 Hagen

Beschreibung

»Eine Schande der Tierwelt ist’s, das Menschenvolk!«

»Ein heiteres Stück mit einem traurigen Ende« nannte Janáček seine Oper, zu der ihn eine Bildfolge in einer tschechischen Tageszeitung inspirierte. Janáček übernimmt die sozialkritischen und ironischen Inhalte und lässt die Tier- und Menschenwelt einander bespiegeln. Zuletzt ordnete er beide in den großen Kreislauf von Werden und Vergehen der Natur ein. Dieser lauschte der Komponist nicht nur die Tierstimmen ab, sondern entwarf in den instrumentalen Zwischenspielen der Oper impressionistische Schilderungen des Waldes, die Einflüsse von Claude Debussy kaum verleugnen können. Es entsteht eine zauberische Stimmung, und nicht umsonst spricht man von einem »Tschechischen Sommernachtstraum«.

Der melancholische Förster, der mit dem Älterwerden hadert und gegen seine nie ausgelebte Sehnsucht nach den Verlockungen des Fremden kämpft, fängt eine Füchsin, die zur Verkörperung ebendieser Sehnsucht wird. Das erkennt auch die Frau des Försters und behandelt die »Nebenbuhlerin« entsprechend feindselig.

Der ungebändigte Freiheitsdrang des Füchsleins wird zum Gegenentwurf der angepassten Gesellschaft in der Menschenwelt. Aber auch bei den Tieren herrschen Missstände. Die Struktur eines Hühnerhofes mit einem Hahn und vielen unterwürfigen Hennen ist dem freiheitsliebenden Füchslein ebenso ein Dorn im Auge wie der Dachs, der allein in einem viel zu großen Bau lebt.

Das Füchslein gewinnt seine Freiheit im Wald wieder und findet einen Partner, mit dem es eine Fuchsfamilie gründen kann. Indes lebt der Förster mit dem Stachel der Sehnsucht und der Lust nach Rache an dem wilden Tier weiter.

Am Ende können die Menschen das Wilde, Unangepasste nur töten, nicht zähmen.

Janáčeks Oper, zu der er selbst das Libretto verfasste, wurde von seinem Förderer und späteren Biographen Max Brod ins Deutsche übertragen. Dessen Verdienst ist es, den tschechischen Komponisten Janáček in deutscher Übersetzung einem breiteren Publikum erschlossen und damit seinen nachhaltigen Ruhm begründet zu haben.

Besetzung | Sa 24.03.2018 / 19:30 Uhr

Auf einen Blick

Theater- und Konzertkasse:
02331/207-3218