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Die Csárdásfürstin

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Die Csárdásfürstin

Operette von Emmerich Kálmán

Libretto von Leo Stein und Bela Jenbach


Aufführungsdauer: 2 Std. 45 Min
Eine Pause

Beschreibung

»Weißt du, wie lange noch der Globus sich dreht, / ob es morgen nicht vielleicht zu spät?« Die Zeilen aus dem dritten Akt der Csárdásfürstin treffen sehr genau die turbulente Stimmung, in der die Operette entstand: Hatte Emmerich Kálmán den ersten Akt gerade fertiggestellt, als der Erste Weltkrieg ausbrach, fiel die Arbeit an den beiden folgenden Akten in die ersten Monate des Krieges.

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Die Operette dreht sich um ein Paar, das erstmal keines werden soll: Edwin, Spross des Fürstenhauses von und zu Lippert-Weylersheim, liebt Sylva Varescu – Sängerin und Tänzerin im Varieté. Er soll zum Militär, sie will nach Amerika, um als Künstlerin Karriere zu machen. Vor dem Abschied, der passend mit Champagner im Orpheum gefeiert wird, gibt er Sylva ein formelles Heiratsversprechen. Was er nicht weiß: Sein Vater hat bereits Verlobungsanzeigen drucken lassen, in denen er die Verbindung Edwins mit Stasi bekannt gibt, einer Cousine, die zur standesgemäßen Ehe besser taugt. Als Sylva davon erfährt, reist sie enttäuscht ab.

Doch die Trennung ist nicht endgültig. Ausgerechnet auf der Feier von Edwins Verlobung mit Stasi taucht Sylva wieder auf – am Arm des Grafen Boni, als dessen Gattin sie sich ausgibt. Sofort macht sich Edwin neue Hoffnungen. Durch ihre erste Ehe geadelt, könnte sie nun doch eine zweite mit ihm eingehen, die auch seiner Familie recht wäre. Doch Sylva protestiert: Wenn er sie will, dann soll er sie als die nehmen, die sie ist: die »Csárdásfürstin«. Das geht allerdings erst gut, als sich herausstellt, dass sie nicht die erste Chansonette in der Familie wäre; schon Edwins Mutter ist im Varieté aufgetreten, ehe sie als Gattin seines Vaters in den Adel aufstieg.

So führt die Operette die alte Gesellschaftsordnung ad absurdum. Ob Adel oder Varieté, ob Oberschicht oder irgendwo darunter: soziale Hierarchie lässt sich kaumnoch erkennen; darauf weiterhin pochen zu wollen, wäre lächerlich. Emmerich Kálmán gilt zusammen mit Franz Lehár als Mitbegründer einer neuen, »silbernen« Operettenära. Tänze und ungarische Volksmusik, Csárdás und Walzer, eine Ausgelassenheit, die immer wieder auch melancholisch getönt ist, mischen sich in Kálmáns Musik, über die ein Kritiker schrieb: »Seine Musik lächelt unter Tränen«.

Rezensionen

Rundum gelungene Neuproduktion

»[...] Rundum gelungene Neuproduktion von Emmerich Kálmáns Meister-Operette Die Csárdásfürstin [...] Das Publikum genießt die Premiere sicht- und bei manchem mitsummenden Gast auch hörbar. Entsprechend reichlich fällt der Beifall aus.«

www.opernnetz.de

Besetzung

Auf einen Blick

Theater- und Konzertkasse:
02331/207-3218