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Everest

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Gefördert im Rahmen von Fonds Neues Musiktheater 2018

Everest

Oper von Joby Talbot

OPER IN EINEM AKT VON JOBY TALBOT

TEXT VON GENE SCHEER

IN ENGLISCHER SPRACHE MIT DEUTSCHEN ÜBERTITELN

 

Aufführungsdauer: 75 Minuten
Keine Pause

Freitag, 08. Juni / 19:30 Uhr
Normalpreis: 14,50 bis 34,70 Euro
Großes Haus | theaterhagen
    Elberfelder Straße 65, 58095 Hagen

Beschreibung

»Two souls, a cliff, a peak, a mountain …«

»Zwei Seelen, eine Klippe, ein Gipfel, ein Berg …«

Das Jahr 1996 ging als eines der tragischsten in die Chronik des Mount Everest ein. Damals forderte ein einziger Schneesturm acht Menschenleben. Der höchste Berg der Welt zieht die Menschen dennoch magisch an, physische wie psychische Strapazen auf sich zu nehmen, sich selbst zu überwinden und den Berg zu »bezwingen«.

Librettist Gene Scheer faszinierte diese zum Teil zwanghafte und in jedem Fall höchstgefährliche Verlockung, einmal auf dem Gipfel der Welt zu stehen. Zugleich interessierten ihn die tragischen Ereignisse des Jahres 1996. Er sprach mit Überlebenden, reiste um die Welt und sammelte Material.

Joby Talbot sollte daraus eine Oper machen, seine erste. Der erfolgreiche Komponist, der sich vor allem mit Werken für Film und Ballett einen Namen gemacht hatte, erkannte sofort die Herausforderung: Nicht nur den Menschen galt es, eine musikalische Stimme zu verleihen, sondern auch der Berg selbst, dieses majestätische, unheimliche Wesen, sollte erklingen. Mit musikalischen Effekten jagt Talbot Windböen und eisiges Brausen um seine Protagonisten, die im Schneesturm um ihr Leben kämpfen. Man fühlt das Bersten des Eises, das Grollen des Berges, der schon so viele Menschenleben gefordert hat. Und auch diese singen als Geisterwesen und verleihendem Berg eine stimmliche Präsenz auf der Opernbühne – die richtige Szenerie für die Protagonisten, um sich existenziellen Fragen zu stellen, nach dem Leben, der Liebe und dem Tod.

Der Zuschauer verfolgt nicht nur den – alles andere als glamourösen – Gipfelsieg von Bergführer Rob Hall und seinem Begleiter Doug Hansen. Weiter unten im Schneeliegt, bereits aufgegeben von den Expeditionen, Beck Weathers. Im Zustand des Deliriums geht er dem sicheren Erfrierungstod entgegen.

Wird einer von ihnen überleben? Wer kehrt zurück und wird die Geschichte dieses Tages mit seinen fatalen Ereignissen und schicksalhaften Verstrickungen erzählen? Mit der Uraufführung 2015 in Dallas konnte der 1971 geborene britische Komponist Joby Talbot einen großen Erfolg feiern. »Ein bleibendes Werk«, urteilte die amerikanische Presse sogar. Das theaterhagen wird die europäische Erstaufführung zeigen.

 

Rezensionen

Dem Hagener Theater ist ein echter Coup gelungen

»Zu erleben ist ein erstklassiges Ensemble: Musa Nkuma singt Rob Hall mit viel tenoralem Schmelz als wahre Belcanto-Partie. Als seine Frau Jan Arnold glänzt Veronika Haller mit strahlkräftigem Sopran. Kenneth Mattice singt Doug Hansen mit kernigem Bariton. Mit viel Noblesse und Eleganz gestaltet Morgan Moody den Beck Weathers. Ganz stark präsentiert sich auch der von Wolfgang Müller-Salow einstudierte Chor, der das Geschehen immer wieder kommentiert und die Figuren befragt. [...] Das Hagener Publikum zeigt sich von dieser Produktion begeistert, sogar Komponist Joby Talbot wird mit Bravo-Rufen und Standing-Ovations gefeiert. Wann erlebt man so etwas schon bei einer zeitgenössischen Oper? Diese Produktion muss man gesehen haben!«

www.deropernfreund.de

ein starker Abend im Theater Hagen

»Musa Nkuna (Rob), Kenneth Mattice (Doug) und Morgan Moody (Beck) singen und spielen das Bergsteigertrio mit großer Inbrunst und Überzeugungskraft.«

Ruhrnachrichten

Besetzung | Fr 08.06.2018 / 19:30 Uhr

Auf einen Blick

Theater- und Konzertkasse:
02331/207-3218