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Satisfaction

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Satisfaction

Ballettabend mit Choreographien von Stephen Delattre, Cayetano Soto und Ricardo Fernando

Aufführungsdauer: 2 Stunden 30 Minuten
Zwei Pausen

Beschreibung

Mit diesem hochspannenden Ballettabend verabschiedet sich Ballettdirektor Ricardo Fernando nach 13 Jahren von Hagen und seinem Publikum. Die Compagnie wird zwei Uraufführungen und eine Hagener Erstaufführung präsentieren.

Satisfaction – der Titel bezieht sich auf den gleichnamigen Song der Rolling Stones, der im dritten Teil des Abends vertanzt wird. Das englische »satisfaction« hat die Bedeutungen Befriedigung, Zufriedenheit, Genugtuung, Begleichung, Zufriedenstellung.

Black Snow

Choreographie, Dramaturgie und Lichtdesign: Stéphen Delattre

Zum ersten Mal arbeitet Stéphen Delattre, der künstlerische Leiter und Hauschoreograph der Delattre Dance Company, mit der Hagener Compagnie. Er zeigt als Uraufführung unter dem Titel Black Snow die Geschichte eines jungen Mannes, der durch falsche Freunde aus einem wohlbehüteten Elternhaus in die Drogenabhängigkeit gerät: Das Kind wird von der Mutter liebevoll erzogen und genießt sein Leben, der Jugendliche hat viele Freunde und trifft auf einen Drogendealer, der ihn zum Rauschgift verführt. Zu spät merkt er, dass seine Freunde und sogar die Freundin bereits süchtig sind. Er hat falsche Entscheidungen getroffen, sich selbst alle Türen zurück verschlossen. Einzig die Mutter versucht, den Sohn zu retten und stellt sich der Konfrontation mit dem Bösen. Doch der schwarze Schnee lässt den Sohn nicht mehr los.

Exakt für dieses Stück hat der Tänzer und Musiker Davidson Jaconello eine Musik zusammengestellt, die aus eigenen Kompositionen und neu arrangierten Musikstücken besteht, den Weg des jungen Mannes in die Katastrophe faszinierendhörbar macht und die Tanzsprache Delattres eindrucksvoll unterstützt.

Der gebürtige Franzose Stéphen Delattre absolvierte von 1993 bis 1999 seine Ausbildung zum Tänzer an der École Nationale Supérieure de Danse unter der Leitung von Roland Petit in Marseille. Sein erstes Engagement führte ihn 2000 zum von Rosella Hightower geleiteten Ballett International in Cannes, gefolgt von Verpflichtungen an den Staatstheatern Saarbrücken und Braunschweig, der Staatsoper Hannover und dem Stadttheater Augsburg. Von 2009 bis 2012 war er Solotänzer am Staatstheater Mainz. Seine erste Choreographie entwickelte Stéphen Delattre bereits im Alter von13 Jahren. Seit Beginn das Jahrtausends hat er sich einen internationalen Ruf als innovativer Choreograph erworben, der Elemente des klassischen und modernen Balletttanzes benutzt, um seine ganz eigene Körpersprache zu entwickeln. Mit seinen charakteristischen und poetischen Umsetzungen schafft er ein persönliches, von Raum und Zeit unabhängiges Bild, welches ihn unmittelbar mit dem Publikum verbindet. Während seiner Laufbahn als Choreograph wurde er mit seinen Arbeiten nach Frankreich, Polen, Korea, Russland, Belgien, Holland, Schweden, Deutschland, Israel, Portugal, China, Griechenland, Japan, Italien und in die Dominikanische Republik eingeladen.

Die Delattre Dance Company wurde 2012 von Stéphen Delattre und seinem Geschäftspartner Martin Opelt gegründet und hat ihren Sitz in Mainz in den Mainzer Kammerspielen.

Satisfaction (UA)

Choreographie Ricardo Fernando

Zum Abschluss seiner Hagener Tätigkeit als Ballettdirektor lässt der 2015 mit dem Anerkennungspreis des Deutschen Tanzpreises ausgezeichnete Ricardo Fernando seine Compagnie wieder Rockmusik vom Feinsten vertanzen: Neun der schönsten von unglaublich vielen schönen Songs der Rolling Stones hat er dafür ausgesucht und wird sie ebenso dynamischwie poetisch präsentieren. Es beginnt natürlich mit dem titelgebenden ( I can‘t get no) Satisfaction von 1965, einer Schöpfung des Dream-Teams MickJagger / Keith Richards. Zwei Blues-Klassiker nahmen die Rolling Stones 1964 auf: Not fade away von Buddy Holly und Little red rooster von Willie Dixon. Als Single von Marianne Faithful kam 1964 As tears go by heraus, bevor die Stones ihre Version 1965 in den USA veröffentlichten. 1965 erschien Play with fire, 1966 die Stücke Lady Jane und Paint it black. Aus dem 1968 herausgegebenen Studio-Album Beggars Banquet stammt Sympathy for the devil. Der Mega-Hit Honky tonk woman kam 1969 zuerst in England heraus. Die letzte große Tournee absolvierten die Rolling Stones übrigens im Frühjahr 2016 in Südamerika! Satisfaction wird auf jeden Fall ein Fest für alle Stones-Fans und natürlich für alle Ballettfreunde.

Malasombra

Choreographie, Bühne und Kostüme: Cayetano Soto

Der katalanische Choreograph Cayetano Soto hat sich dem Hagener Publikum bereits in der letzten Spielzeit mit dem Stück Fugaz vorgestellt. Nun zeigt er mit Malasombra (heißt so viel wie »Böse Schatten«) eine Hommage an die schillernde kubanische Sängerin Guadalupe Victoria Yolí Raymond (1936-1992), besser bekannt als La Lupe, die Königin des Latin Soul. Die Sängerin war mit ihrem radikalen, aggressiven und exzentrischen Stil eine Kultfigur im vorrevolutionären Kuba. Ihre auffällige Bühnenpersönlichkeit und ihre gefühlvollen, heißblütigen Songs brachten ihr in den 1960er und 1970er Jahren internationalen Erfolg und machten sie einerseits zu einer Ikone der Gay-Community in der lateinamerikanischen Welt, andererseits litt sie unter dem Vorurteil, eine »böse Hexe« zu sein. Nach einer Reihe von Tragödien wurde die »Salsa-Queen« eine devote Christin, schwor, nie wieder aufzutreten und starb arm und vergessen. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erlebte ihre Musik ein strahlendes Come-back, besonders nachdem der spanische Starregisseur Pedro Almodóvar ihren Song Puro teatro als Schlusslied seines Films Frauen am Rande des Nervenzusammenbruchs erklingen ließ.

Cayetano Soto greift den Schwung und die Erotik dieser mitreißenden südländischenMusik auf und verwandelt sie in eine Kreation voller Tempo, ausladender Fantasie undpoetischer Eleganz. Mit teilweise grotesken, provokanten Bewegungen und kurzen Zitaten– »Du hast diesen Weit-Weg-Look, je weiter ich weg bin, desto besser siehst du aus!« –stellt er anhand der Ressentiments gegen La Lupe Voreingenommenheit und Intoleranz in den Mittelpunkt seiner Choreographie.

Cayetano Soto erhielt seine Tanzausbildung am Institut del Teatre in seiner Heimatstadt Barcelona und am Koninklijk Conservatorium in Den Haag. Erste Engagements führten ihn zu IT.Dansa in Barcelona sowie zum Ballett Theater München unter der künstlerischen Leitung von Philip Taylor, für das er verschiedene Ballette schuf. Seit 2005 ist Cayetano Soto freischaffender Choreograph und arbeitet mit internationalen Tanzcompagnien zusammen, u.a. Stuttgart Ballett, Königliches Ballett Flandern, Balé da Cidade de Sao Paulo, Les Ballets Jazz de Montréal, Gauthier Dance Company, Companhia Nacional de Bailado, Perm Opera and Ballet Theatre, Návodní Divadlo Brno, Ensemble Tanz Luzern Theater und Northwest Dance Project in Portland.

Rezensionen

Danke, Ricardo Fernando, für 14 wunderbare Jahre

»So zeigt der Abend im Dreierschritt die atemberaubende Vielseitigkeit und das hohe tänzerische Niveau der Hagener Compagnie, die unter der Leitung von Ricardo Fernando mit Liebe und Begeisterung immer neue künstlerische Räume eröffnet und das Publikum an einen faszinierenden Reichtum von Handschriften, Stilen und Erzähltechniken herangeführt hat. Danke, Ricardo Fernando, für 14 wunderbare Jahre.«

Westfalenpost / Westfälische Rundschau

Ein revueartiger Reigen um die Entfesselung des englischen Rock´n´Roll

»[…] Ein revueartiger Reigen um die Entfesselung des englischen Rock´n´Roll in den60ern zu neun Songs der Rolling Stones. […] Zum Abschied darf es [in Ricardo FernandosStück (I can’t get no) Satisfaction] auch nochmal ordentlich krachen. […] Malasombradreht sich um Musik und Leben der exaltierten kubanischen Sängerin La Lupe. […] Grenzüberschreitungensind auch das Thema von Malasombra. […] Getanzt wird kraftvoll undmit feurigem Ausdruck. […] Mit Black Snow erzählt der Choreograph Stéphen Delattre das düstereSchicksal eines Drogenopfers von der Geburt bis zum Tod als packenden und spannenden Psychothriller.[…] Davidson Jaconello hat eingängige Streicher- und Klaviermelodien mit elektronischenSounds und Effekten gemischt. Musik und Tanz bilden eine suggestive Einheit. Einfallsreich ist auchdas Bühnenkonzept, welches die seelischen Hindernisse zwischen den Tanzenden mit fahrbarenPlexiglaselementen verdeutlicht.«

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